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Schule im Herzen Duisburgs

 

Kunst und Kultur

 



doxs! 2016 - Steinbart-Schüler arbeiten in Filmfestivaljury mit

Auch in diesem Jahr haben sich Schülerinnen und Schüler des Steinbart-Gymnasiums im Rahmen des doxs!-Festivals engagiert. Gesucht wurde der beste Dokumentarfilm für Kinder und Jugendliche. Nach reiflicher Überlegung entschied sich die Jury für den Film "Black Sheep" des britischen Filmemachers Christian Cerami. Dieser hatte in seinem Film einen Jugendlichen aus dem Umfeld der rechtsradikalen English Defense League porträtiert.


 

"Die Pflicht meiner Erinnerung": Gerd Klestadt zu Gast am Steinbart-Gymnasium

Gerd Klestadt war 11 Jahre alt, als er Anfang Februar 1944 vom holländischen Sammellager Westerbork aus gemeinsam mit zahlreichen weiteren Juden ins Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert wurde. Schon auf dem Weg ins Lager, erst recht aber im sogenannten Lageralltag hat er Dinge sehen und erleiden müssen, die sich schwer vorstellen und versprachlichen lassen. Und doch berichtet Gerd Klestadt seit 2001 immer wieder Schülern von seinen Erlebnissen. Denn er fühlt sich verpflichtet, die Erinnerung an das, was Deutsche anderen Menschen angetan haben, wachzuhalten und zu mahnen, dass sich Ähnliches nicht wiederholen dürfe.


So berichtete er auch am Steinbart-Gymnasium zum einen von jenen traumatischen Ereignissen, die ihn nicht mehr loslassen: von der Degradierung des Menschen zur bloßen Nummer, vom willkürlichen Morden der SS-Leute und auch vom Morgen des 4. Februar 1945, als der zwölfjährige Junge, der sich mit seinem Vater ein Bett teilte, aufwachte und feststellen musste, dass sein Vater gestorben war. Zum anderen schlug Gerd Klestadt immer wieder die Brücke zum heutigen Zeitgeschehen: zu den Wahlerfolgen rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien, zur Aushöhlung des Asylrechts, einer mitunter unmenschlichen Abschiebepraxis und zu all den Menschen, die in den vergangenen Jahren im Mittelmeer elend „ersoffen“ (G. Klestadt) sind, weil sie hofften, in Europa ein besseres Leben zu finden.
 
Er schloss mit einem Appell zur Solidarität, zu einem im besten Sinne fürsorglichen Miteinander aller - unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht und Religion: „alle unterschiedlich - alle gleich.“ (Bau)


 

 

 

 Zu viel - zu wenig - GENUG!

Genug ist da für alle. Alle könnten satt werden. Eben so - „Alle satt?!“ - lautet der Titel eines Stücks, das die Gruppe „theaterspiel“ aus Witten in Zusammenarbeit mit den Duisburger Philharmonikern am 30.08. 2016 in der Aula des Steinbart-Gymnasiums aufgeführt hat. In einer mitreißenden Mischung aus Schauspiel, Tanz und Gesang thematisierte das Stück die großen Fragen einer globalisierten Wirtschaft, in der allzu oft der Reichtum ungleich verteilt ist. 

Die beiden Protagonisten des Stücks, Marie und ihr Freund Lucky, wollen dies nicht hinnehmen und begeben sich auf Weltrettungsaktion. Zwar müssen sie manchen Rückschlag hinnehmen und auch der Lebensmittelkonzern, für den Luckys Mutter arbeitet, lässt seine einseitige Orientierung am Gewinn nicht hinter sich. Doch wandelt sich Luckys Mutter immerhin von einer skrupellosen Kapitalistin zu einer Mitstreiterin im Kampf für die gute Sache. (Bau)


 


Deutsch-amerikanische Perspektivwechsel - Steinbart-Schüler und Studenten aus Utah besuchen das Museum der deutschen Binnenschifffahrt

Am Dienstag, dem 14.06.2016, besuchte der Kunst Grundkurs 3 der Jahrgangsstufe 10 von Frau Kedzierski die Ausstellung im Binnenschiffahrtsmuseum Duisburg. Der Kurs wurde begleitet von Professor C.T. Terry und seinen Kunststudenten der Utah State University aus Logan/Utah. Schüler und Studenten wurden in Gruppen eingeteilt, sodass eine gemeinsame Besichtigung stattfinden konnte. Neben den interessanten Gesprächen über die unterschiedlichen Erfahrungen im Bereich Kunst entstanden auch Diskussionen über alltägliche Dinge und Meinungsverschiedenheiten, beispielsweise über die aktuelle Politik Amerikas. Großes Thema war vor allem der Präsidentschaftskandidat Donald Trump, der in mehreren Gruppen für heiße und vielseitige Diskussionen sorgte. Zudem wurden aber auch die deutschen Schüler zu kulturellen Dingen befragt, sodass man schlussendlich feststellte, dass es mehr Unterschiede gab, als gedacht. Nach den ersten Minuten der Unterhaltung schien auch die Sprach-Herausforderung seitens der Steinbart-Schüler größtenteils gemeistert zu sein.


Mit dem Ziel eine Zeichnung mit Hilfe von Linien und Kontrasten zu schaffen, wurden die Gruppen losgeschickt, um Ideen zu sammeln. Anschließend erstellten sie ihre Werke, welche teils sehr ideenreich und kreativ waren. Zum Abschluss unterhielten wir uns über die besten entstandenen Zeichnungen und sammelten weitere Besonderheiten, die den Gruppen aufgefallen waren.

In der Gesamtschau war das Zusammentreffen der Studenten und Schüler eine außergewöhnliche Erfahrung für den Kunstkurs und hat hoffentlich auch den Kunststudenten eine große Freude bereitet!

 


doxs! Der Rückblick auf die fünfte Auflage des Festivals

23 Filme, 5 Spielorte und knapp 3000 Besucher: Im 14. Jahr des Festivals erweist sich das Ruhrgebiet als dokumentarisches Kraftwerk des Filmschaffens für Kinder und Jugendliche. An den Spielstätten im Revier waren insgesamt 1600 Kinder und Jugendliche zu Gast, in Duisburg kamen 1300 SchülerInnen zu den Vorführungen ins filmforum. Bei einem Besucherzuwachs von 20% gegenüber dem Vorjahr wurden die Kapazitäten des Festivals bestmöglich ausgeschöpft. Zudem kamen 20 internationale Filmschaffende und Protagonisten nach Duisburg, um ihre Filme persönlich zu vertreten. 

Zum fünften Mal wurde bei doxs! die GROSSE KLAPPE vergeben, der europäische Filmpreis für politischen Kinder- und Jugenddokumentarfilm. Anlässlich des Jubiläums erhöhte die Preisstifterin, die Bundeszentrale für politische Bildung, die Dotierung auf 5.000 Euro für die Regieleistung. Darüber freuen durfte sich Åse Svenheim Drivenes, die für ihren Festivalbeitrag „Mama arbeitet im Westen - Eine Kindheit in Polen“ (NO/PL/DE 2014) von der zehnköpfigen Jugendjury ausgezeichnet wurde. Zum zweiten Mal in Folge ging damit die GROSSE KLAPPE nach Norwegen. Eine lobende Erwähnung sprachen die Jugendlichen für den österreichischen Kurzfilm „Gleichgewicht“ (AT 2015) von Bernhard Wenger aus. Als Preispate begleitete der TV-Moderator und Grimme-Preisträger Philipp Walulis die Verleihung. 

Neun Filme waren für die GROSSE KLAPPE 2015 nominiert, einen Trailer mit Ausschnitten finden Sie hier, die ausführlichen Jurybegründungen und Impressionen der Verleihung stehen im Pressebereich zur Verfügung.

Impressionen und druckfähiges Bildmaterial des Festivalgeschehens finden Sie hier.



Ina Buchberger (Jahrgang 11) und Marius Mrozek (Jahrgang 12) waren in diesem Jahr Mitglieder der Jury, 

die den Preis "Grosse Klappe" 2015 vergab.

 


 


"Heimatsucher" ist ein Herzensprojekt

Zu Beginn war es nur ein Studienprojekt, welches sich aber als so interessant herausstellte, dass es nun, nach 5 Jahren, immer noch mit viel Engagement weitergeführt wird. In dem Projekt werden Opfer des Holocausts aufgesucht und deren Geschichten vorgestellt. Man lernt die grausamen Taten der Nationalsozialisten von einer anderen Seite kennen und kann sich mit den Personen, die sie miterlebt haben, identifizieren.

Unsere Klasse hatte die Chance, an dem Projekt teilzunehmen. Wir durften anhand von Interviews, die vorher mit den Opfern geführt wurden, deren verschiedene Geschichten besser kennenlernen und sie uns gegenseitig kurz vorstellen.

(Sophia Haßhoff und Anne Fredrich (9c))

Für weitere Informationen: www.heimatsucher.eu



Klassiker sehen - Filme verstehen

Das Steinbart-Gymnasium hat die Ausschreibung der Deutschen Filmakademie gewonnen. Bei der jungen Filmakademie handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe der Deutschen Filmakademie und der Bundeszentrale für politische Bildung, gefördert aus den Mitteln des „Hauptstadtkulturfonds“. 

Filme spielen eine wesentliche Rolle im Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen, sie beeinflussen massiv ihre Sicht auf die eigene Erlebniswelt. Zu einer umfassenden Filmbildung gehört die Beschäftigung mit der Filmgeschichte, um neuere Filme dekodieren und das tiefere Verständnis dieser Kunstform durchdringen zu können.

Mit der Reihe „Klassiker sehen – Filme verstehen“ will die Deutsche Filmakademie in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung die Begegnung von Jugendlichen mit Klassikern initiieren und nachhaltig fördern.

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und wird von den Veranstaltern intensiv beleitet.  Der Kunstkurs 1 der Jahrgangsstufe 11 durchläuft pro Halbjahr ein Klassiker-Programm. Im Vorfeld jedes Screenings wird das Thema im Unterricht vorbereitet. Der Kurs sieht die Filme im Filmforum und führt mit dem Coach der Filmakademie, Herrn Dr. Ganguly, ein Gespräch durch. Dr. Ganguly besucht den Kurs in der Schule, um weiterführende Aufgaben abzusprechen - die Schüler erhalten weitere Filme zum Thema, mit denen sie sich analytisch und kreativ auseinandersetzen. Ein Projektbericht der Schüler wird der Deutschen Filmakademie zugeschickt und auch auf in der Schule präsentiert.

Langfristig wird eine intensive Kooperation angestrebt, die in einem Filmclub münden kann. Bei Interesse bitte Frau Leschczyk ansprechen.



Barock-Kammerkonzert

Jonas Gaide (Flöte) und Benjamin Erdmann (Violoncello) aus der Jahrgangsstufe 12 gaben am vergangen Freitagabend ihr letztes Barock-Konzert  am Steinbart-Gymnasium, zumindest in dieser Formation. Zusammen mit Andreas Usdenski (Spinett) boten die Musiker, die bereits seit der Klasse 5 in der Barock-AG zusammenspielen, einen unterhaltsamen Abend mit anspruchsvoller Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Bei der Auswahl der Komponisten (Händel, Bononcini, Bach, Telemann, Vivaldi und Sammartini) überzeugten die drei Musiker ebenso wie bei der musikalischen Umsetzung, so dass die Musiker nicht umhinkamen, eine Zugabe darzubieten.
Im anschließenden Gespräch mit den Musikern betonte der betreuende Musiklehrer Frank Volke, dass er eine derartige Konstanz, mit der die jungen Musiker über Jahre hinweg das Steinbart-Gymnasium mit ihrer Musik bespielt haben, nicht für möglich gehalten habe.

Jonas und Benjamin verabschieden sich mit diesem Konzert musikalisch vom Steinbart-Gymnasium. Die beiden werden in den kommenden Wochen ihre Abiturprüfungen ablegen. Andreas wird seine Reifeprüfung in einem Jahr ablegen. Den drei Musikern gebührt großer Dank für den schönen Abend. (Bu)