/

Schule im Herzen Duisburgs

 


Sprachen




I am ... addicted to Shakespeare

Am Mittwoch, den 22. 2., fand – nicht zuletzt dank der freundlichen Unterstützung des Fördervereins - in der Aula des Steinbart-Gymnasiums ein Shakespeare-Workshop für die beiden LKs der Jahrgangsstufe 12 (Pietsch/Hötten) statt. Der Schauspieler Julius d’Silva, der nicht nur mit der Royal Shakespeare Company und dem Globe Theatre arbeitete, sondern auch an Netflix-Produktionen mitwirkt, konnte dafür gewonnen werden, einen Kontrapunkt zur eher theoretischen Abiturvorbereitung der LKs zu setzen.

Was die Schüler – und die beobachtenden Lehrer – erlebten, war ein temporeicher Nachmittag, bei dem gelaufen, geklatscht, gerufen, szenisch gespielt und improvisiert wurde. Nachgerade unbemerkt wurde z. B. mithilfe des Ausrufes „I am“ und von Rhythmusübungen der jambische Pentameter durch Erleben und Erfahren wiederholt. Einzelne Zeilen aus Romeo and Juliet wurden durch szenische Umsetzung unbewusst „gelernt“ und vor allem: es herrschte eine tolle Atmosphäre, da sich alle von Julius mitreißender Art anstecken ließen.

Die Kurslehrer waren sehr „stolz“ darauf, dass ihre Schüler – immerhin im Anschluss an einen vollen Unterrichtstag sowie am Tag vor der Vorabiturklausur – Julius´ Motto Stand up for Shakespeare so offen, engagiert und im tatsächlichen Wortsinn umgesetzt haben und, wie aus vielen Rückmeldungen deutlich wurde, diese gemeinsam verbrachte Zeit als echte Bereicherung empfunden haben. (Pie)




They did it again: IHK Schülerzertifikat Business English

Auch in der Prüfungsrunde 2016/17 haben alle Teilnehmer der Business English AG  am Steinbart-Gymnasium es geschafft, den schriftlichen Prüfungsteil im November und den mündlichen Prüfungsteil im Januar mit zum Teil hervorragenden Ergebnissen zu meistern. Mit dabei waren Sarah Habibi, Joshua Korbach, Tobias Gerhards  (Jahrgangstufe 11) und Alex Totsis, Denise Schulte, Martina Kuhl, Franziska Hansen, Susanna Pieczynski, Kira Szalai (Jahrgangstufe 12).

Congratulations!

Unser Dank gilt abermals dem Verein der Freunde und Förderer, der auch in diesem Durchgang die Prüfungsgebühren teilweise übernommen hat und damit Steinbart goes Business unterstützt. (Pie)




Verleihung der DELF-Urkunden im Niveau B1 und B2

Eine vorgezogene Bescherung gab es für 13 Schülerinnen der Jahrgangsstufen 11 und 12 bereits kurz vor Weihnachten. Denn sie konnten ihre DELF-Urkunden entgegennehmen und damit die Früchte ihrer langjährigen Arbeit ernten. Fünf Schülerinnen haben das Niveau B1 bestanden, weitere acht sogar das Niveau B2. Dieses bescheinigt seinen Absolventen eine selbstständige Sprachverwendung und befreit sie von jeglichen Sprachtests bei der Aufnahme eines Studiums in Frankreich: DELF öffnet (Karriere-) Türen!

Kein Wunder, dass die erfolgreichen Französischlernerinnen, welche auch die Urkunden ihrer maladen Mitstreiterinnen in Empfang nahmen, um die Wette strahlten. (Bau)




Besuch aus Costa Rica am Steinbart-Gymnasium

In der letzten Woche vor Weihnachten bekam das Steinbart-Gymnasium Besuch von zwei 17-jährigen Schülerinnen aus Costa Rica, deren Familie in Klasse 10 die ehemalige Schülerin Annika Quester für ein halbes Jahr bei sich aufgenommen hat. Die beiden Mädchen erzählten im Spanischkurs (Stufe 11) von Frau Pietsch einiges über das Leben in Costa Rica und halfen den Schülern des Kurses bei der Vorbereitung auf die anstehenden mündlichen Prüfungen. 

Danach hatten sie Gelegenheit, mit dem WP-Kurs Spanisch (Stufe 9) von Frau Stuhrmann auf dem Weihnachtsmarkt „Churros“ zu essen. Für beide war dieser erste Tag ein großes Erlebnis und sie freuten sich sehr über die freundliche Aufnahme. Dienstag und Mittwoch werden Sarah und Linda mit drei Schülern des GK 11 (f) verschiedene Unterrichtsstunden besuchen und so weitere Eindrücke vom deutschen Schulsystem gewinnen, außerdem werden sie sicherlich eine Bereicherung für die ein oder andere Spanischstunde sein. (Pie)



 



 

PAD-Preisträger und Steinbart-Schüler backen gemeinsam Brot

Nachdem die Preisträgerinnen und Preisträger des Prämienprogramms zur Förderung der Ausbildung ausländischer Schülerinnen und Schüler in der deutschen Sprache letzte Woche einen Kochkurs „typisch deutsch Kochen“ absolviert und Reibekuchen, Grießbrei mit Pflaumenkompott sowie Linsensuppe zubereitet haben, waren sie am Montag, den 5. September, zusammen mit ihren Gastgeschwistern vom Steinbart-Gymnasium zu Gast in der Essener Backstube der Bäckerei Peter. Hier haben alle Jugendlichen eigenhändig ein typisch deutsches Brot gebacken, das sie anschließend zu ihren Gastfamilien mit nach Hause nehmen konnten. Außerdem wurde Streuselkuchen frisch aus dem Ofen gegessen und Marzipan probiert. Satt und müde vom Handwerk kehrten alle Teilnehmer am Nachmittag wieder zurück nach Duisburg. (Lil)




PAD-Preisträger zu Gast am Steinbart-Gymnasium 

Vom 26. August 2016 bis zum 9. September 2016 sind zehn Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren aus den Ländern Ägypten, Senegal, Türkei, Usbekistan und Venezuela zu Gast am Steinbart-Gymnasium. Sie alle sind Preisträger des Prämienprogramms zur Förderung der Ausbildung ausländischer Schülerinnen und Schüler in der deutschen Sprache, welches der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz der Länder anbietet. Untergebracht sind die erfolgreichen Deutschlerner in den Familien verschiedener Steinbart-Schüler.Am 29. August wurden die Preisträger feierlich im Mercatorzimmer des Duisburger Rathauses von Bürgermeister Manfred Osenger empfangen. Sie trugen sich in das goldene Buch der Stadt ein. Am 30. August besuchte die Preisträgergruppe zusammen mit ihren Gastgeschwistern den Duisburger Zoo. Das Steinbart-Gymnasium freut sich sehr über das Interesse der Preisträger an der Stadt Duisburg und an der Lebensweise deutscher Schülerinnen und Schüler. Herzliche Freundschaften über Ozeane hinweg werden geknüpft und über die Dauer des Aufenthaltes hinaus fortgeführt und gepflegt. So trägt der Besuch der Preisträgerinnen und Preisträger zur Völkerverständigung und Pflege internationaler Freundschaften bei. (Lil)

 


Cocinamos juntos .... 

Am 17. Juni 2016 beschäftigten sich die beiden Grundkurse der Jahrgangsstufe 10 – neueinsetzend und fortgeführt – im eher weiteren Sinne mit der spanischen Sprache. Gemeinsam mit der Kurslehrerin Frau Pietsch besuchten sie die Lehrküche der katholischen Familienbildungsstätte am Innenhafen und bereiteten drei Stunden lang spanische tapas zu. In Gruppen wurden z. B. empanadas (gefüllte Teigtaschen), champiñones con aioli (Champignons mit Aioli-Füllung), pan con tomate (Brot mit Tomate) und dátiles con bacon (Datteln im Speckmantel) vorbereitet und natürlich hinterher gemeinsam gegessen. Denn: «España es mucho más ... » (Spanien ist „mehr“ – als der Unterricht im Klassenzimmer). (Pie)



 

 


DELF ... macht süchtig!

Im Schuljahr 2015/16 haben erneut Schülerinnen und Schüler des Steinbart-Gymnasiums erfolgreich ihre DELF-Prüfungen absolviert. Viele von ihnen sind Wiederholungstäter und blicken mittlerweile auf eine lange DELF-Karriere zurück. Einige haben diese Karriere nun mit einem Erfolg in der Champions League der Sprachprüfungen krönen können. Denn in diesem Durchgang entfallen die meisten Absolventen - nämlich acht - auf das Niveau B2, das höchste für Schüler angebotene Kompetenzniveau. 

Insgesamt haben sieben Teilnehmer die A1-Prüfung und vier Schüler die A2-Prüfung bestanden. Fünf Schülerinnen der Jahrgangsstufe 9 haben das Niveau B1 gemeistert, für das bereits eine selbstständige Sprachverwendung gefordert ist. Den Absolventinnen der Niveaustufe B2 wiederum wird mit ihrem Diplom attestiert, dass sie „die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen verstehen“ und „sich so spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist.“ Ein solches Sprachniveau bereits am Ende der Jahrgangsstufe 10 bzw. 11 nachweisen zu können, ist beachtlich. Die jungen Damen haben nun das Recht an französischen Universitäten zu studieren, ohne zuvor eine Sprachprüfung ablegen zu müssen. (Bau)

 


Qaisra Shahraz zu Besuch am Steinbart

Eine ganz besondere Englischstunde erlebten die Leistungskurse Englisch der Stufen 11 und 12 sowie ausgesuchte weitere Schülerinnen und Schüler des Steinbart-Gymnasiums am 4. März 2015. Die britisch-pakistanische Schriftstellerin Qaisra Shahraz, den meisten bekannt durch ihre Kurzgeschichte "A Pair of Jeans", hielt auf Einladung der Fachschaft Englisch - ermöglicht durch eine großzügige Spende des Vereins der Freunde und Förderer - einen unterhaltsamen interaktiven Vortrag zu den Themen "Multiculturalism", "Cultural Diversity" und "Different Identities".

Durch ihre überaus freundliche und herzliche Art gelang es ihr schnell, einen direkten Zugang zu den Anwesenden herzustellen und es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, nicht nur zu abiturrelevanten Themen.  Eine Lesung aus ihrem Roman "Typhoon" und eine Fotosession mit der Autorin rundeten den gelungenen Nachmittag ab. Auch wenn nicht alle Schüler die Ansichten der Autorin teilten, wird diese Veranstaltung sicherlich noch lange im Gedächtnis der Schüler bleiben. (Sph)



Jubiläumsfreuden: Das Steinbart-Gymnasium feiert ein Vierteljahrhundert Japanisch-Unterricht mit einer Japan-Woche

Seit nunmehr 25 Jahren gibt es am Steinbart-Gymnasium Japanisch-Unterricht. Dieses Jubiläum wurde vom 27.10. bis zum 30.10. 2014 mit einer Japan-Woche ausgiebig gefeiert. 


In den ersten drei Tagen gab es vielfältige Aktionen rund um die Themen Kunst und Kreativität, Essen und Sport. Dabei wurde das japanische Leben hautnah erfahrbar, denn die Schule gewann externe Partner und Institutionen, die ihre Leidenschaft für die japanische Kultur in die Schule hineintrugen.


Unter fachkundiger Anleitung konnten alle interessierten Schüler, Eltern und Lehrer zum Beispiel Origami falten, ihren Namen auf Japanisch schreiben oder Mangas zeichnen. Im Sushi-Kurs staunten die Teilnehmer, wie viel Präzision und wie viele Handgriffe von Nöten sind, damit die Sushi-Rolle perfekt gelingt. Beim Matcha-Workshop konnten Einblicke in die erstaunliche Teezeremonie Japans gewonnen werden, indem die Teilnehmer diese kostbare Teesorte unter Anleitung zubereiten und probieren konnten. Auch die sportliche Betätigung kam nicht zu kurz. Es wurde die Kampfkunst Aikido vorgestellt, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass man den Angriffsituationen auf eine verteidigende, nicht zerstörende Weise begegnet.


Den Höhepunkt der Woche bildete der Festakt am  Donnerstagabend in der Aula des Steinbart-Gymnasiums. Die Gäste wurden in einem "Cosplay - Café" mit kleinen Leckereien willkommen geheißen, bei dem auch die kreativen Produkte der Workshops präsentiert wurden.
Den anschließenden Festakt eröffneten der Schulleiter, Herr Buchthal,  und der japanische Generalkonsul, Herr Shimazaki. 
Der Japanisch-Schüler Moisés Antonio Villegas berichtete von den Besonderheiten des Schüleraustausches mit der Dokyo Saitama High School auf eine sehr lebendige Art und Weise.   
Was man mit einem abgeschlossenen Studium der Japanologie anfangen kann, zeigte Herr Rüßing, der Einblick gab in seinen Arbeitsalltag bei einem japanischen Arbeitgeber und die damit verbundenen Erfahrungen. Beide Vorträge verdeutlichten die Unterschiede der Kulturen und regten zu einer Reflexion über die eigene Kultur an. Die anschließenden Beiträge zeigten die Vielfalt der japanischen Kultur: Musik, ein Kendama-Wettbewerb, eine Kimono-Präsentation, ein Schattenspiel sowie Tänze sorgten für viel Freude und gute Stimmung im Auditorium.

Die Sieger des ausgerufenen Kreativwettbewerbs (siehe unten!) wurden natürlich auch geehrt. Eine Jury aus Schülern und Lehrern hatte zuvor die bunten Ergebnisse der Teilnehmer, die völlig frei ihre individuellen Vorstellungen von Japan realisiert hatten, prämiert. 

Als alle beteiligten Schüler zum Abschluss auf die Bühne stürmten und voller Freude und Enthusiasmus zu japanischer Musik tanzten, war jedem im Saal klar, wie bereichernd dieses Fach für unser Schulleben ist. 


Wir danken den Sponsoren, die mit ihren Spenden zur Realisierung beigetragen haben. Ein ganz besonderer Dank  gebührt Frau Matsuo dafür, dass sie diese Tage mit soviel Herzblut vorbereitet und für unvergessliche Eindrücke gesorgt hat. 

(Herr Ilgen, Frau Isensee-Huhle, Frau Leschczyk)



Amitié, affinité, fraternité

Bevor ich von meinem aufregenden und interessanten Austausch von rund zwei Monaten in Rochefort berichte, möchte ich mich kurz vorstellen: Mein Name ist Helena Zoé Heikaus und ich besuche die Stufe 9 des Steinbart-Gymnasiums. Mein Französischlehrer Herr Kahlert hat mich auf das Brigitte Sauzay-Programm aufmerksam gemacht, das Schülern die Möglichkeit bietet, für 6, 3 oder 2 Monate eine französische Schule zu besuchen und in einer französischen Gastfamilie zu leben. Für mich persönlich kamen 6 Monate  nicht in Frage, viel zu lang! Daher wählte ich die Zwei – Monats - Variante. Meine Austauschstadt sollte Rochefort sein, ein kleine Stadt im Südwesten Frankreichs. 

Meine Austauschschülerin Magalie besuchte mich von April bis Juni zunächst in Duisburg. Die Zeit mit ihr verlief reibungslos ohne nennenswerte Probleme. Bereits nach dem ersten Monat entwickelte sich zwischen uns eine Schwester-Schwester-Beziehung. An Feiertagen oder Wochenenden haben wir meist etwas mit anderen unternommen: Museumsbesuche, Klettern, Schwimmen, Fahrten nach Köln und Berlin, Übernachtungsfeiern etc. standen auf dem Programm. Magalie hat täglich am Unterricht teilgenommen. Ihr Eindruck von der deutschen Schule war sehr positiv, da die Schultage viel kürzer sind als die französischen und die Lernatmosphäre entspannt.

Zwischen Magalies Aufenthalt hier und meinem in Rochefort lagen die Sommerferien, ein guter Zeitpunkt, um alles auf sich wirken zu lassen und sich vorzubereiten. 

Dann war es endlich soweit! Vier Tage nach Schulbeginn verließ ich um 6 Uhr mit dem Thalys Duisburg und brach gen Paris auf. An der Gare du Nord angekommen empfing mich Magalie mit ihrer Mutter und den Großeltern, welche in Paris wohnen. Nach der freudigen Begrüßung mit dem typischen Küssen links, Küssen rechts (die sogenannten „bisous“) nahmen wir gleich den Pariser Stadtkern in Angriff: l'Arc du Triomphe, la Tour Eiffel, Sacré-Coeur de Montmartre, Louvre etc. Nach dem 4. Tag in Frankreichs Hauptstadt fuhren wir dann samt Gepäck und Großeltern mit dem Auto in den Südwesten Frankreichs nach Rochefort. 
Die Schule begann erst am 1. September, sodass ich Zeit hatte, mich in meiner neuen Umgebung einzuleben. Mein erster Eindruck war positiv, da Rochefort ein nettes Städtchen in der Nähe des Meers ist, ohne Industrie und Hochhäuser.
Das Wetter war exzellent, der Schulalltag hingegen sehr anstrengend. Ein Schultag verlief normalerweise folgendermaßen: die Schule begann um 8 Uhr und dann folgten die 55 Minuten langen Schulstunden. Zwischendurch hatte man entweder 5 oder 20 Minuten Pause und um kurz nach 12 Uhr gab es die warme Mahlzeit in der cantine, die übrigens ausgezeichnet schmeckte. 

Die Schule endete um halb fünf (außer mittwochs), danach standen Hausaufgaben und Lernen auf dem Programm und wöchentliche Tests in allen Fächern. In den Klassen herrschte eine für uns Deutschen ungewöhnliche Lernatmosphäre: man darf nicht sprechen, es gibt keine Partner- bzw. Gruppenarbeit, die mündliche Mitarbeit wird nicht bewertet und auch sonst sitzt man nur aufmerksam auf seinem Stuhl und hört zu, was die Lehrkraft zu sagen hat. 

Außerhalb der Schulzeiten und am Wochenende habe ich mich oft mit meinen Freunden getroffen und neue Freundschaften mit den anderen deutschen Austauschschülern sowie den Franzosen geschlossen. Zu Hause hatte ich mit meiner supernetten Gastfamilie überhaupt keine Probleme. Alle waren sehr gastfreundlich und offen. Am Abend hat die Gastmutter immer sehr delicieux und frisch gekocht, manchmal gab es auch exotisches Essen. 

Insgesamt habe ich den Austausch als persönliche Bereicherung erfahren und sehr viele sehr, sehr nette Menschen kenngengelernt, also neue Freunde gefunden, die mir viel geholfen und mich in der Sprache unterstützt haben und so haben sich meine Sprachkenntnisse, soweit ich das selber beurteilen kann, deutlich verbessert. Der Umgang untereinander war sehr herzlich und offen, was mich persönlich positiv überrascht hat, weil ich dachte, dass es schwieriger werden würde sich einzuleben.

Allerdings möchte ich nur Schülern diesen Austausch zu wagen raten, wenn sie solide französische Sprachkenntnisse besitzen, da von den Lehrern in der Schule sehr viel erwartet wird und es sehr schwer ist, dem Unterricht zu folgen und die Aufgaben zu erledigen. 


Ich pflege weiterhin den Kontakt mit meinen neuen französischen Freunden. Magalie kommt mich im April erneut besuchen … Très bien!

(Helena Heikaus)



Auch die lokale Presse, namentlich der Sudouest, hat sich mit der Austauschbegegnung deutscher und französischer Schüler beschäftigt. Seinen Bericht können Sie hier nachlesen:

Bericht über Brigitte Sauzay-Austausch
Sudouest - Bericht Austausch.pdf (340.86KB)
Bericht über Brigitte Sauzay-Austausch
Sudouest - Bericht Austausch.pdf (340.86KB)



 


"The making of Romeo and Juliet" - der Englisch LK1 der Jahrgangsstufe 12 beim Shakespeare-Workshop

Zunächst hielt es vermutlich nur die LK Lehrerin Frau Pietsch für ein piece of luck, als sie bei der Suche nach einer Romeo und Juliet-Aufführung online auf das leaf-festival (http://www.leaf-festival.de) - bis dahin unbekannt – stieß, in dessen Rahmen ein kostenloser Workshop (“The making of Romeo and Juliet“) angeboten wurde. Ein weiteres piece of luck war, dass der Workshop schulnahe in der "Säule" am Dellplatz und außerdem noch genau zur Nachmittagsunterrichtsszeit der Englischstunden stattfand. Gekrönt wurden diese glücklichen Zufälle durch die einhellige Meinung aller Teilnehmenden, dass dieser Ausflug “lovely“ und absolut lohnenswert war.

“Lovely“ nannten die vier dynamischen englischen Schauspieler, die jeweils in Halbstundenblöcken durch ihr Programm führten, auch die Versuche des Kurses, die Lockerungs-und Konzentrationsübungen zu absolvieren, die für gute Stimmung mit viel Gelächter sorgten. Ebenfalls “lovely“ die Versuche des Kurses, den Prolog von Romeo und Juliet zu intonieren und die einzelnen Zeilen zu interpretieren. Ganz besonders “lovely“ schließlich die Improvisationsübungen, die das nötige Eindenken in Rollen (hier: das Eindenken in weibliche Rollen, da zu Shakespeares Zeit Frauenrollen von jungen Männern gespielt wurden) veranschaulichen sollten. 

Zur notwendigen Erfahrung, dass Shakespeare seinerzeit entertainment bedeutete, hat der Workshop-Nachmittag sicher eine ganze Menge beigetragen – zumindest soviel, dass der halbe Kurs sich spontan am Sonntag, den 21. September auf den Weg macht, um Romeo und Juliet dann auch tatsächlich open air im Kloster Saarn zu sehen, gespielt von eben den Schauspielern, die den Workshop leiteten. (Pie)



Masse mit Klasse - Steinbart-Schüler glänzen bei DELF-Prüfungen

55 Schülerinnen und Schüler des Steinbart-Gymnasiums haben im vergangenen Schuljahr an den staatlichen französischen DELF-Prüfungen teilgenommen. Alle haben bestanden. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Niveaustufen A1 (16 Schüler) und A2 (24 Schüler), wobei viele Prüflinge mehr als 80 oder gar 90 von 100 möglichen Punkten erreichten. Grace Fotso (Jgst. 7) bewältigte ihre A2-Prüfung sogar mit der Höchstpunktzahl.

Fünf Teilnehmer aus der Jahrgangsstufe 9 bewältigten erfolgreich das Niveau B1. Darüber hinaus ist es zehn Schülerinnen und Schülern gelungen, ihre langjährige DELF-Karriere zu krönen und zum Abschluss der Sekundarstufe I die höchste schulische Niveaustufe B2 zu erklimmen. Die frankophilen Absolventen konnten nun endlich die offiziellen Sprachdiplome des französischen Kultusministeriums in Empfang nehmen. 

Félicitations! (Bau)


 

 

 


Impressionen vom Austausch mit Rouen

 


 Anfang April fuhren auch in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler nach Rouen, um dort sowohl in französisches Familienleben hineinzuschnuppern als auch die landschaftlichen, kulinarischen und baulichen Reize Frankreichs kennenzulernen. Sie wurden nicht enttäuscht. Denn anders als im Vorjahr meinte es diesmal der Frühling ernst und bescherte den Besuchern angenehme Temperaturen und jenen Sonnenschein, der insbesondere einen Spaziergang oberhalb der weltberühmten Steilküste von Étretat zu einem ganz besonderen Erlebnis macht. 

 


 Nils Menßen hat im Rahmen des ZEUS-Projekts der WAZ einen äußerst informativen Bericht über den Besuch der französischen Austauschschüler geschrieben. Der Artikel findet sich hier.

 


10 Tage in Rochefort – ein ganz besonderer Austausch

Sharlyn Huiskens hat am Rochefort-Austausch teilgenommen. Hier zeichnet sie nach, was ihren zehntägigen Aufenthalt in Frankreich zu etwas ganz Besonderem gemacht hat.

Endlich war er da: der lang ersehnte Frankreichaustausch. Wir hatten uns alle schon so lange darauf gefreut und nun würde es losgehen. Am frühen Morgen des 31. März 2014 machten wir uns in einem Reisebus auf den Weg nach Rochefort. Wir würden mit insgesamt 24 Schülerinnen und Schüler des Steinbart- und Mercator-Gymnasiums fahren. Für das Steinbart ist dieser Austausch schon so etwas wie eine Tradition. Wir würden insgesamt 10 Tage dort sein und so genug Zeit haben uns mit unseren Austauschpartnern anzufreunden. Die Fahrt war lang, aber dennoch sehr unterhaltsam. Wir haben rumgealbert, Filme geguckt und Musik gehört, trotzdem waren wir alle froh, als wir abends in Rochefort ankamen. Doch was dann begann, war die Angst: wir mussten nun in eine fremde Familie. Doch alles lief gut ab. 

Der nächste Tag war ein Sonntag, an dem wir alle etwas mit unseren Gastfamilien oder den Freunden unserer Austauschfamilie unternehmen konnten. Wir hatten unsere Gastfamilien bereits besser kennen gelernt, weshalb wir gut mit ihnen auskamen. 

Am darauffolgenden Montag war ein Museumsbesuch angesagt. Der freundliche Herr Basse, der glücklicherweise Deutsch kann, erzählte uns alles über die Ärzte der alten Marine. Allerdings war die oberste Etage des Museums nichts für schwache Nerven oder besser gesagt Mägen. Nachmittags hatten wir die Chance, in den Unterricht unserer französischen Austauschschüler reinzuschauen. Sie haben jeden Tag lange Schule. Ich denke nicht, dass ich das durchhalten würde, wir sind es schließlich anders gewohnt. Anschließend gingen wir mit unseren Franzosen nach Hause und den Rest des Tages konnten wir unternehmen, was wir wollten. 

Der Dienstag wurde von warmem, sonnigem Wetter eingeleitet. Unser Führer zeigte uns das kleine Städtchen und nahm uns anschließend mit zum alten Marinestützpunkt, wo wir uns die Corderie Royale – das ist die königliche Seilerei – und ein originalgetreu nachgebautes Schiff aus dem 17. Jahrhundert ansahen. Am Nachmittag konnten wir wieder selbst entscheiden, was wir mit unseren Austauschschülern unternehmen wollen. Mittlerweile hatten wir uns in unseren Familien schon gut eingelebt und verstanden uns prächtig mit ihnen.

Am Mittwoch sahen wir uns noch einmal ohne Führer das Städtchen an und wurden anschließend durch das Stadttheater geführt. Der Nachmittag verlief wieder recht ruhig und wir trafen uns mit den anderen um etwas zu unternehmen. 

Der Donnerstag jedoch war ein wirklich besonderer Tag, denn es ging mit unseren Franzosen zusammen bereits am frühen Morgen ab in den Freizeitpark. Der Park, auch Futuroscope genannt, bestand hauptsächlich aus Simulatoren. Eine Attraktion hatte es uns jedoch besonders angetan, und zwar eine Art Roboterarm. Wir alle hatten sehr viel Spaß und es wurde ein wunderschöner, aber leider etwas regnerischer Tag. Am Abend kamen wir schließlich alle ziemlich erschöpft aber dennoch glücklich wieder in Rochefort an. 
 

Ab ins Aquarium hieß es dann am nächsten Tag. Zusammen mit den Lehrern und allen französischen Austauschschülern machten wir uns auf den Weg nach La Rochelle und besuchten dort das Aquarium. Mittags machten wir eine Rallye in La Rochelle und hatten auch noch Zeit, für eine am darauffolgenden Tag stattfindende Party einzukaufen. Am späten Abend fuhren wir vollbeladen wieder zurück nach Rochefort. 

 


 Am Samstag fand dann auch endlich die Party bei einer der Französinnen statt. Fast alle zogen das an, was sie sich am Tag zuvor in Rochefort gekauft hatten. Es wurde dann noch eine tolle Party. Auch am Sonntag unternahmen wir wieder etwas gemeinsam. Das Wochenende war, denke ich, sehr entspannend, aber wir waren alle sehr traurig, dass wir bald wieder fahren mussten. Am Montag stand dann meiner Meinung nach das Schlimmste auf dem Programm: Austernaufzucht. Uns wurde alles rund um die Auster gezeigt. Auch Sachen, die ich gar nicht wissen wollte. Anschließend durften wir dann auch noch Austern probieren. Ein paar haben es sich getraut, aber anscheinend hat es ihnen nicht sehr gut geschmeckt. Ich persönlich habe mich nicht getraut zu probieren. Nachmittags mussten wir dann langsam anfangen zu packen, da wir früh am nächsten Morgen abfahren würden. Der Abschied fiel uns ungeheuer schwer, ein paar haben auch geweint. Uns sind die Franzosen einfach so ans Herz gewachsen, manche wären gerne noch länger geblieben. 

Nach diesem emotionalen Abschied machten wir uns alle auf den Weg nach Paris, wo wir gegen 13 Uhr ankamen. Unsere Lehrer erlaubten uns 1 ½ Stunden alleine durch Paris zu laufen. Anschließend führten uns unsere Lehrer durch Paris. Wir sahen viel von Paris, dort ist es einfach unglaublich. Nachdem wir uns den Louvre und Notre-Dame angeschaut hatten, ging es später am Abend zum Eiffelturm. Manche von uns hatten Angst und sind nicht mit nach oben gekommen, doch viele von uns waren auch auf der obersten Etage. Nach der Besichtigung des Eiffelturms machten wir noch eine Fahrt auf der Seine, bevor wir um Mitternacht dann zurück zum Bus gingen und unsere Fahrt fortsetzten. Wir alle waren müde, doch im Bus zu schlafen war nicht sehr bequem, darum versuchten wir uns gegenseitig wach zu halten. Nach ca. 7 ½ Stunden kamen wir Zuhause an, wo wir schon von unseren Familien erwartet wurden. Und bald kommen schon die Franzosen, mal sehen, was uns dann noch erwartet.☺

(Sharlyn Huiskens, April 2014)



Das Leben in der Gastfamilie und französische Essgewohnheiten

So ein schöner Austausch geht nun in die Halbzeit. Die Deutschen kehren zurück nach Duisburg. Auf der Fahrt möchten wir noch einmal das Leben in den Gastfamilien und ihre Essgewohnheiten Revue passieren lassen.

Ihr denkt wahrscheinlich, dass ihr euch nicht zu so einem Austausch traut, dass eure Französischkenntnisse nicht ausreichen oder dass es keine Internetverbindung gibt. Wir können euch nur dazu ermutigen, an diesem Austausch teilzunehmen. Die Familie hilft euch, wenn ihr mal eine Vokabel nicht wisst, und hat Verständnis dafür, wenn man mal etwas länger braucht, um etwas zu erklären. Die Erfindung des W-LAN haben die Franzosen übrigens auch schon mitgekriegt. Ihr werdet schnell in die Familie integriert, sodass ihr euch sofort dort wohlfühlt. Solange ihr eine super Familie und einen super Austauschpartner habt (alle sind nett), ist alles gut.

Aber zunächst mal: Wie läuft das in der Familie? In der Woche habt ihr eigentlich nur Programm, mal mit den Franzosen und mal ohne. Ihr werdet unter anderem ins Futuroscope (ein Freizeitpark aus den 80er-Jahren) gehen und die Stadt Rochefort beziehungsweise die Geschichte der Stadt kennenlernen und ihre Besonderheiten und Bedeutung erfahren. Ihr besucht wahrscheinlich auch eine andere Stadt, zum Beispiel La Rochelle, und werdet dort eine Stadtrallye machen. Zwischendurch genießt ihr das von den Austauscheltern zubereitete Picknick. Ihr kommt nach dem Programm am Nachmittag nach Hause und esst dann mit eurer Gastfamilie ein warmes Menü. An den Wochenenden habt ihr die Möglichkeit, lange schlafen zu können. Danach ein vielfältiges Frühstück. Mhmm…

Falls eure Franzosen Handball spielen (und das tun viele), könnt ihr gemeinsam mit den Anderen das Spiel anschauen. An einem anderen Tag fahrt ihr vielleicht ans Meer auf die Ile d'Oléron. Wahrscheinlich habt ihr auch mal einen entspannten Tag zu Hause, wo ihr Call of Duty mit eurem Freund spielt oder an der Corderie Fußball spielt. Am Abend geht ihr dann vielleicht mit vielen Familien zusammen essen.

Aber nun zu den Essgewohnheiten der Franzosen: Die Franzosen essen zum Beispiel ihr Baguette nicht auf dem Teller, sondern auf dem Tisch, was für den Deutschen erst einmal komisch ist. Außerdem trinken sie zum Frühstück ihre Milch aus Schalen. Aber keine Angst, ihr könnt sagen, dass ihr aus Tassen trinken wollt, oder ihnen als Gastgeschenk Brettchen mitbringen. Zum Frühstück und Abendessen gibt es immer Baguette oder Brot. Zum Frühstück gibt es Croissant, Konfitüre, Müsli, Schokobrötchen, Tee, Kaffee, Milch oder Kakao. In der Woche seid ihr mittags meist nicht zu Hause, das heißt es gibt, wie schon gesagt, ein Picknick oder ihr geht in die Schulmensa. An Wochenenden gibt es Selbstgemachtes oder ihr geht essen. Am Abend durfte man ganz oft Ratatouille oder Crêpes genießen. Es gab aber auch sehr oft Nudeln, Fleisch, Gemüse oder Kartoffeln.

In eurem „Picknickkorb“ bekommt ihr Pom‘Potes in den Geschmacksrichtungen Apfel, Birne, Banane oder Erdbeere. Pom‘Potes sind eigentlich für uns wie Apfelmus. Ihr bekommt außerdem Wasser, nach Nachfrage auch mit Kohlensäure. Dazu bekommt ihr selbst geschmierte Baguettes oder Sandwiches. Natürlich gibt es auch Obst dazu. Dazu gibt es Süßigkeiten wie Lu, Brownies, Chips und vieles mehr. Das Essen ist für die Franzosen sehr wichtig.

Alles in Allem gibt es von diesem Austausch nur Positives zu berichten, weshalb es sich sehr lohnt, an diesem Austausch teilzunehmen.

(Manuel Nowaczek und Jannis Steinbicker, 08.04.2014)